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Fernsehen 05.03.2013
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Diagnosen und Indikationen für Lymphdrainage

 

Lymphödem 1

Lymphabflußstörung mit prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf (akut)

Diagnosen:

  • bei venöser Insuffizienz mit Hautschädigung (z.B. Ulcus cruris)
  • bei postthrombotischem Syndrom (PTS)
  • nach interventioneller / operativer Behandlung von Gefäßerkrankungen
  • primäre (angeborene) Schädigung des Lymphsystems
  • sekundäre (erworbene) Schädigung des Lymphsystems (Operation, Verletzung, Entzündung)

Indikationsschlüssel: LY1a

Leitsymptomatik: schmerzlose oder schmerzhafte, zeitweise bzw. vorübergehende lymphatische / lymphostatische Schwellung

Ziel der Lymphdrainage: Entstauung, Besserung des Lymphabflusses, der aktiven Muskel-Venen-Pumpe, des Haut- und Unterhautstoffwechsels, Vermeidung von Sekundärkomplikationen

Verordnung: MLD 30 / 45 / 60 ggf. mit lymphologischem Kompressionsverband

Erst- und Folgeverordnung: je 6 Einheiten mit mind. 2 Einheiten pro Woche

Gesamtverordnung des Regelfalles: maximal 12 Einheiten, danach muß ein behandlungsfreies Intervall von 12 Wochen zwischen der letzten Lymphdrainage bis zur nächsten Erstverordung eingehalten werden.

 

Lymphödem 2

Lymphabflußstörung mit prognostisch länger andauerndem Behandlungsbedarf

Diagnose:

  • primäre (angeborene) Schädigung des Lymphsystems
  • sekundäre (erworbene) Schädigung des Lymphsystems, z.B. nach Operation, Bestrahlung, Verletzung, Entzündung)
  • bei venöser Insuffizienz mit Hautschädigung (z.B. Ulcus cruris)
  • bei postthrombotischem Syndrom (PTS)
  • nach interventioneller oder operativer Behandlung von Gefäßerkrankungen

Indikationsschlüssel: LY2a

Leitsymptomatik: chronisch schmerzloses oder schmerzhaftes längerbestehendes bzw. dauerhaft manifestes Lymphödem mit Sekundärschäden an Haut und Unterhautgewebe (auch mit Bewegungsinschränkungen, Stauungsdermatosen)

Ziel der Lymphdrainage: KPE, Entstauung, Besserung des lymphatischen Rückflusses, der aktven Muskel-Venen-Pumpe, des Haut und Unterhautstoffwechsels, auch zur Vermeidung weiterer Sekundärkomplikationen

Verordnung: MLD 45 / 60 ggf. mit lymphologischem Kompressionsverband

Erst- und Folgeverordnung: je 6 Einheiten mit mind. 1 Einheit pro Woche

Gesamtverordnung des Regelfalles: maximal 30 Einheiten, danach muß ein behandlungsfreies Intervall von 12 Wochen von der letzten Lymphdrainiage bis zur nächsten Erstverordung eingehalten werden.

medizinisch begründet ist ein Wechsel von LY1 nach LY2 möglich, umgekehrt nicht.

 

Lymphödem 3

Chronische Lymphabflußstörungen bei oder nach bösartigen Erkrankungen

Diagnose:

  • Mammakarzinom
  • Malignome Kopf/Hals
  • Malignome des kleinen Beckens
  • nach Operation / Bestrahlung

Indikationsschlüssel: LY3a

Leitsymptomatik: chronisch schmerzloses oder schmerzhaftes länger bestehendes bzw. dauerhaft manifestes Lymphödem mit Sekundärschäden an Haut und Unterhautgewebe (auch mit Bewegungseinschränkungen, Stauungsdermatosen)

Ziel der Lymphdrainage: Entstauung und Besserung des Lymphflusses (dauerhaft), Verbesserung der aktiven Muskel-Venen-Pumpe, des Haut- und Unterhautstoffwechsels, Vermeidung von Sekundärkomplikationen

Verordnung: MLD 45 / 60 ggf. mit lymphologischem Kompressionsverband

Erst- und Folgeverordnungen: je 10 Einheiten mit mind. 1 Einheit pro Woche

Gesamtverordnung des Regelfalles: maximal 50 Einheiten, danach muß ein behandlungsfreies Intervall von 12 Wochen von der letzten Lymphdrainage bis zur nächsten Erstverordung eingehalten werden.

Lymphnetz München